• 2022-06-11_KSTA_Unglücksanlage geht wieder in Betrieb

    2022-06-11_KSTA_Unglücksanlage geht wieder in Betrieb Currenta wartet nicht den Dialog mit der Bevölkerung ab und schafft Fakten. Erst am Mittwoch wurde das von der Bezirksregierung angeordnete Gutachten der Sachverständigen um Anlagensicherheits-Experte Christian Jochum veröffentlicht. Dieses war Voraussetzung, um die Müllverbrennung in Bürrig überhaupt wieder in Betrieb nehmen zu dürfen. Mit der Veröffentlichung verbunden war eine Einladung an die Bevölkerung, bei einer Bürgerversammlung am 23. Juni in Wiesdorf, sowohl den Gutachtern als auch Vertretern von Currenta Fragen zur Wiederinbetriebnahme der Katastrophen-Anlage zu stellen. Doch Currenta möchte offensichtlich nicht auf den Austausch mit der breiten Öffentlichkeit warten – und schafft Fakten. … In einer Mitteilung spricht die Bezirksregierung von „höchsten Sicherheitsauflagen“ für…

  • 2022-06-04_KSTA_Wiembachallee soll so bleiben wie sie ist

    2022-06-04_KSTA_Wiembachallee soll so bleiben wie sie ist … Uwe Richrath nahm die Petition mit ganz neutraler Haltung entgegen, er ließ nicht durchblicken, welche Lösung für das Opladener Problem er selbst bevorzugt. Michael Fickus sagte, dass beim Juli-Hochwasser 2021 auch ein ums Doppelte erweitertes Bachbett nichts gebracht hätte. Das extreme Hochwasser wäre auch dann von der Wupper nach Opladen hineingeflossen. Dass es auch handfeste wirtschaftliche Interessen für die Bach-Ausweitung gibt, die bei der Entscheidung eine Rolle spielen könnten, lässt sich an einer Äußerung des damaligen TBL-Chefs Wolfgang Herwig im Naturschutzbeirat ablesen. Der hatte 2021 gesagt, dass ein verbreiterter Wiembach die Bebauung des lange geplanten Baugebiets „Im Bielert“ zwischen der Düsseldorfer- und…

  • 2022-05-28_KSTA_Explosionsgutachten beantwortet viele Fragen nicht

    Explosionsgutachten beantwortet viele Fragen nicht Die Klimaliste hält es für gefährlich, den Sondermüllofen wieder anzufahren Benedikt Rees ist nicht beruhigt. Aus seiner Sicht gibt der Abschlussbericht des Teams um den Sicherheitsexperten Christian Jochum es nicht her, die havarierte Sondermüllverbrennungsanlage wieder anzufahren. „Sorgen, Nöte, Ängste und die daraus abgeleiteten Forderungen“ der Anrainer seien nicht gehört, die Konsequenzen nicht gezogen worden, moniert der Vertreter der Klimaliste: Die Starkstromleitungen würden nicht verlegt, obwohl sie das Löschen des Brandes nach der Explosion enorm verzögert hatten. Auch sei überhaupt nicht erwogen worden, den Störfallbetrieb zu verlegen: weiter weg von den Wohnhäusern in Bürrig, von den Autobahnen, der Sondermülldeponie, der Kläranlage, der Wupper und der Dhünn.

  • 2022-05-24_KSTA_Drei neue Notfallpläne liegen aus

    2022-05-24_KSTA_Drei neue Notfallpläne liegen aus Behörden beschreiben das Management von Unfällen im Chempark, bei Dynamit Nobel und Reisgies   DREI AKTENORDNER IN DER FEUERWACHE Offenlegung bis Mittwoch, 15. Juni, in der Hauptfeuer- und Rettungswache, Edith-Weyde-Straße 12 2. Obergeschoss – Raum 02.A.03.VL montags bis freitags von 08.30 Uhr bis 15.30 Uhr zugänglich. Nur am kommenden Freitag, 27. Mai, sind die Pläne nicht zugänglich. Die neuen Entwürfe der externen Notfallpläne für den Chempark und dessen „Außenstelle“ Entsorgungszentrum Bürrig, Stand Februar 2022, Dynamit Nobel und Recticel Engineered Foams, noch besser bekannt als Reisgies-Schaumstoffe in der Fixheide, kann jedermann noch bis Mittwoch, 15. Juni, in der Hauptfeuer- und Rettungswache, Edith-Weyde-Straße 12, einsehen. Die drei…

  • 2022-02-28_KSTA_Hohe Giftfracht im Chempark-Abwasser

    Bei jedem Menschen sei eine Grundbelastung vorhanden, sagt Kröfges. Das Problem sei lange schon bekannt, die PFAS eigentlich eine Stoffgruppe im Rückzug, weil die EU diese quasi nicht-abbaubaren und gesundheitsschädlichen Chemikalien ersetzt haben will. Kröfges ist sicher: „Diese Stoffe müssen nach und nach aus dem Verkehr genommen werden, sie dürfen nicht in die Körper und ins Grundwasser“

  • 2022-02-25_KSTA_31 Sorten Abfall – mehr nicht

    Jochum und seine Experten haben inzwischen festgestellt, dass es im Bürriger Sicherheitsmanagement Mängel gegeben habe, und zwar „unterhalb der Betriebsleiter-Ebene“. Die seien natürlich abzustellen, bevor die Anlage auch nur im Notbetrieb wieder angefahren wird. Dazu habe man alle Arbeitsschritte am Sondermüllofen in Tagen unter die Lupe genommen.

  • 2022-02-23_KSTA_Mit nur einem Müllofen an den Start

    Am Dienstag empfängt Ulrich Bornewasser die Besucher. Der Mann kennt die Anlage aus dem Effeff, er hat sie mal geleitet. Seit einiger Zeit ist der promovierte Chemiker Chef von Currentas „Chempunkt“, dem Büro für Nachbarschaftspflege in der Friedrich-Ebert-Straße. Auf Nachfrage skizziert er den Plan, wie ein Teil der Verbrennungsanlage wieder in Betrieb gehen könnte: Der größere von zwei Drehrohröfen, in dem bis zu 80 000 Tonnen Chemie-Abfälle pro Jahr verbrannt werden können, soll womöglich bereits im März wieder ans Netz gehen.