2022-03-25 Zweiter Rheinland-Appell

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  • Erstellungsdatum 25. März 2022
  • Zuletzt aktualisiert 25. März 2022

2022-03-25 Zweiter Rheinland-Appell

2.RheinlandAppell_220325

Von:     Klimawende Köln <info@klimawende.koeln>
 
 
 
Sehr geehrter Herr Eimermacher,
sehr geehrter Herr Dr. Dietzler,
 
am heutigen Freitag werden wieder Zehntausende Menschen auf die Straßen
gehen – dieses Mal aber nicht nur für mehr Klimaschutz, sondern auch für
das Ende des Krieges in der Ukraine. Denn dieser Krieg hat uns drastisch
bewusst gemacht, wie abhängig wir von fossilen Rohstoffen wie Erdgas,
Erdöl und Kohle aus Russland sind.
 
Wir fragen Sie: *Wie gehen Sie damit um? Welche Konsequenzen ziehen Sie
daraus?*
 
Die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien ist
einerseits ein sehr wichtiger Baustein, um Klimaneutralität zu
erreichen. Ihre Stadtwerke versorgen Ihre Kommune mit Energie, weshalb
Sie einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen leisten
können.
Die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien ist aber
auch ein sehr wichtiger Baustein, um eine echte Versorgungssicherheit
herzustellen. Mit dem Import von Gas, Öl und Kohle wollen wir weder
kriegstreibende Länder, wie aktuell Russland, finanziell und
wirtschaftlich unterstützen, noch von Despoten wie Putin abhängig sein,
die jederzeit die Energielieferung stoppen können.
 
*Daher fordern wir Sie auf:*
 
1) Stellen Sie die Stromversorgung durch Ihre Stadtwerke bis spätestens
2030 um auf 100 % Ökostrom! Beginnen Sie die Umstellung auf Ökostrom für
Ihre Privat- und Gewerbekund*innen noch in 2022 (falls nicht schon
geschehen).
 
2) Installieren Sie bis 2030 ausreichend Erneuerbare-Energie-Anlagen, um
den Strom, den Ihre Stadtwerke verkaufen, auch selbst erzeugen zu
können, und heben Sie mindestens 50 % des
Erneuerbare-Energien-Potentials Ihrer Kommune!
 
3) Sorgen Sie dafür, dass Ihre Stadtwerke bis spätestens 2035 (besser
2030) nur noch klimaneutrale Wärme zur Verfügung stellen! Hierfür
braucht es bis Ende 2022 eine verbindliche kommunale Wärmeplanung!
 
Dass dies selbst in einer Millionenstadt möglich ist, zeigt das Beispiel
Köln. Wir möchten an dieser Stelle auf das Eckpunktepapier der Mediation
zwischen Klimawende Köln, RheinEnergie und Stadtverwaltung sowie auf die
Ratsbeschlussvorlage für die Ratssitzung am 14.12.2021 verweisen.
Außerdem wurde am 17.3.2022 mit der „Förderrichtlinie für
klimafreundliches Bauen“ ein zusätzliches kommunales Förderprogramm
beschlossen, welches mit dem neuen Beratungszentrum „Treffpunkt Solar“
den Ausbau von Erneuerbarer Energie in Köln erheblich beschleunigen wird.
 
Die Energiewende kann nur mit breiter Unterstützung der Gesellschaft
schnell und ambitioniert gelingen. Wir möchten Ihnen unsere
Unterstützung anbieten und wünschen uns mit Ihnen einen regelmäßigen
Austausch über die Herausforderungen und Chancen der Energiewende auf
dem Weg zur Klimaneutralität.
 
Dieser Appell wurde bisher von 25 Klima- und Umweltgruppen
unterzeichnet: siehe Anhang.
 
--
Mit freundlichen Grüßen
Tim Petzoldt
für Klimawende Köln
 
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        Klimawende Köln
Telefon: 0174 - 66.09.281
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Spenden: Klimawende Köln e.V.
IBAN:    DE51 5003 1000 1079 7020 01
BIC:    TRODDEF1
Bank:    Triodos Bank
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