auf weißem Hintergrund unterschreibt ein schwarzer Füller mit goldener Feder

2024-01-29_KSTA_LB_Wissing würde keine Sympathie entgegenschlagen

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  • Erstellungsdatum 29/01/2024
  • Zuletzt aktualisiert 29/01/2024

2024-01-29_KSTA_LB_Wissing würde keine Sympathie entgegenschlagen

2024-01-29_KSTA_LB_Wissing würde keine Sympathie entgegenschlagen

Wissing würde keine Sympathie entgegenschlagen
Die neue Brücke der A1 über den Rhein in Leverkusen soll am Sonntag, 4. Februar, nur mit geladenen Gästen freigegeben werden. Einen Tag der offenen Brücke für alle wird es nicht geben. (Foto: Ralf Krieger)

Zu „Brückentag für das Volk entfällt“ vom 25. Januar: In Ihrem Artikel, über die Feierlichkeiten zur Freigabe der neuen Leverkusener Rheinbrücke, geben Sie bekannt, dass für diesen Anlass kein Tag der offenen Brücke fürs Volk veranstaltet wird. Als Grund werden Sicherheitsgründe genannt, unter anderem, dass es kaum Möglichkeiten gibt, Fluchtwege einzurichten.

Soweit ich weiß, verlaufen mindestes vier Fahrspuren über die Brücke. Ich könnte mir vorstellen, dass eine Fahrspur mit Bauzäunen abgeteilt und als Notausgang, beziehungsweise als Weg für Rettungsfahrzeuge genutzt werden könnte. Aber vielleicht stelle ich mir das, als Laie, zu einfach vor.

Eher kann ich mir vorstellen, dass eine gewisse Nervosität gegenüber Protestkundgebungen vorherrscht. Denn der Eröffnungstag sollte weniger als Feiertag, sondern als Trauertag bezeichnet werden. Gut, die Brücke mag ja eine technische Meisterleistung sein, deren Bau von A bis Z in „Die Sendung mit der Maus“ Kindern, aber auch Erwachsenen näher gebracht wurde. Doch im Grunde genommen ist es ein negatives Wahrzeichen für den Umgang der Politik mit den Leverkusener Bürgern, die die Hauptleidtragenden des gesamten Projektes der Verbreiterung der A1 und der A3 sind!

Nicht alleine die Tatsache, dass Leverkusen die einzige Stadt ist, deren Zentrum am Rande der Stadt liegt, sondern dass das eigentliche Zentrum ein riesiges Autobahnkreuz darstellt. Die Kreuzung zweier Hauptverkehrsachsen in unserer Republik. Im Jahre 2010 sollen es 235 000 Fahrzeuge am Tag gewesen sein. Ich will jetzt nicht mit irgendwelchen Statisten daherkommen. Jeder weiß, wovon ich rede. Insbesondere die Anwohner. Und bei diesen Leidtragenden kann ich mir schlecht vorstellen, dass sie froh gelaunt über die Brücke laufen werden. Ich glaube, auf dieser Brücke wird Ihnen erstmal bewusst, welch riesige Schneise mitten durch Leverkusen verlaufen wird. Ich würde glatt behaupten, dort könnte ein Jumbo landen. Acht Fahrspuren plus zwei Auf- und Abfahrtspuren auf jeder Seite. Das ist schon eine Hausnummer. Und wenn man bedenkt, mit welcher Arroganz den Einwänden und Sorgen der Anwohner, aber auch der Stadt Leverkusen, entgegengetreten wurde, dann werden bestimmt nicht alle Besucher in Feierlaune sein.

Und gerade unserem Verkehrsminister, Herrn Wissing, würden nicht unbedingt Symphatiewellen entgegenschlagen. Somit würde ich mal behaupten, dass dies der wahre Grund ist, weshalb das gemeine Volk nicht zugelassen wird.

Jürgen Taubert, Leverkusen

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