2024-01-28_KSTA_Leverkusen_ Kraftvolle Demo für die Hitdorfer Fähre

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  • Zuletzt aktualisiert 30/01/2024

2024-01-28_KSTA_Leverkusen_ Kraftvolle Demo für die Hitdorfer Fähre

2024-01-29_KSTA_Leverkusen_ Kraftvolle Demo für die Hitdorfer Fähre _ Kölner Stadt-Anzeiger

2024-01-30_RP_Deutliches Zeichen zum Erhalt der Rheinfähre

Kraftvolle Demo für die Hitdorfer Fähre – Hunderte Leverkusener am Anleger

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Zur fast spontanen Protestveranstaltung am Sonntagnachmittag waren hunderte auh Itdorf gekommen. Gegenüber in Langel standen auch viele Leute. Foto: Ralf Krieger

Zum kurzfristig organisierten Protest am Sonntagnachmittag waren Hunderte zum Rheinufer gekommen.       Copyright: Ralf Krieger

An beiden Fähranlegern, in Hitdorf und Langel, demonstrierten am Sonntagnachmittag Hunderte Menschen für den Erhalt der Rheinfähre.

Das ist eine Angelegenheit, die den ganzen Stadtteil angeht: Die HGK (Häfen- und Güterverkehr Köln) könnte sich aus der Finanzierung der Hitdorfer Fähre zurückziehen. Das bewegte am Sonntagnachmittag Hunderte Hitdorfer, zu einer erst spontan am Samstag angemeldeten Demonstration ans Rheinufer zu ziehen. Die Aktion ging gemeinsam von Joshua Kraski (CDU) und Andrea Jorns (Klimaliste) aus, was zeigt, dass die „Angelegenheit Fähre“ weit über der üblichen Parteipolitik steht. Mitglieder von CDU und Grünen waren als Demonstranten dabei. Eigentlich alles, was im Dorf Rang und Namen hat, war an den Anleger gepilgert, vom Hitdorfer Dreigestirn, einer der Fährmänner war gekommen, Gewerkschafter und der Heimatverein — und natürlich die Fährgarde mit ihren Paddeln.

Hitdorfer winken nach Langel

Der Heimatforscher Bernd Bilitzki erklärte, dass Hitdorfer sicher schon zu Römerzeiten auf dem Rhein nach Langel übergesetzt haben, die erste urkundliche Erwähnung der Fähre datiert aus dem Jahr 1322. Die Fährgerechtsame, also das Recht, die Fähre zu betreiben, hatten früher immer die Hitdorfer inne. 1932 gab es die erste Motorfähre, die soll weit über eine Million mal übergesetzt haben, bis 1962 die „Fritz Middelanis“ in Dienst gestellt wurde. Sie fuhr — zuletzt eher unregelmäßig — bis sie am 5. Dezember manövrierunfähig in Not geriet und nach Köln in den Niehler Hafen geschleppt wurde.

Zur fast spontanen Protestveranstaltung am Sonntagnachmittag waren hunderte auh Itdorf gekommen. Gegenüber in Langel standen auch viele Leute. Foto: Ralf Krieger

Blick über den Rhein nach Langel, auch da standen viele Demonstranten.                           Copyright: Ralf Krieger

„Hitdorf ohne Fähre? Nein!“, sagte Kraski, er stand mit anderen auf dem auf die Fährstraße hochgezogenen Anleger-Ponton. Die Fähre sei ja nicht nur für Hitdorf wichtig, besonders jetzt, wo das Straßennetz nicht funktioniert, fehlt sie auch Solingern, Langenfeldern und anderen Leverkusenern. Beim gemeinsamen Singen des Hitdorfer Heimatlieds machten viele mit, begleitet wurde es von Annette Mörsberger mit dem Schifferklavier.

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Zur fast spontanen Protestveranstaltung am Sonntagnachmittag waren hunderte auh Itdorf gekommen. Gegenüber in Langel standen auch viele Leute. Foto: Ralf Krieger

Hitdorfer winken Langelern zu.                                                               Copyright: Ralf Krieger

Laute Grüße schickten die Demonstranten hinüber nach Langel, unklar ist, ob man drüben erkennen konnte, dass den von Hitdorf jetzt getrennten Langelern heftig zugewunken wurde. Mit Teleobjektiv ließ sich erkennen, dass sich am anderen Ufer auch eine Menschenmenge versammelt hatte.

„Hitdorf und Langel, wir sind heute Freunde“, sagte Bilitzki. Die Stadt Leverkusen und die HGK, eine mehrheitliche Tochter der Stadt Köln, teilen sich den Betrieb der Fähre.
Zur fast spontanen Protestveranstaltung am Sonntagnachmittag waren hunderte auh Itdorf gekommen. Gegenüber in Langel standen auch viele Leute. Foto: Ralf Krieger

Profit versus Heimatliebe: Hitdorf will die Fähre behalten.                                             Copyright: Ralf Krieger

Die HGK hat sich noch nicht abschließend zu ihren Absichten geäußert. In ihrem Unternehmensleitbild heißt es: „Wir handeln nachhaltig für die Menschen in der Region.“

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