2022-03-07_KSTA_LB_Es gibt Alternativen zur Fällung

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  • Erstellungsdatum 7. März 2022
  • Zuletzt aktualisiert 7. März 2022

2022-03-07_KSTA_LB_Es gibt Alternativen zur Fällung

2022-03-07_KSTA_LB_Es gibt Alternativen zur Fällung

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Dabei gibt es zu dem unseligen Plan der sogenannten „Gewässeraufweitung“ Alternativen, die von den zu Rate gezogenen Experten der TBL erarbeitet wurden und eine nähere Betrachtung wert sind. Eine der vorgeschlagenen Alternativen ist die Schaffung einer Rückhaltefläche auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Firma Pintsch-Öl am Oberlauf des Wiembachs. Hier könnte zugleich mit der Schaffung von Hochwasservorsorge eine bestehende Altlast beseitigt werden, die Pintsch-Öl dort vor vielen Jahren hinterlassen hat. Diese Lösung aber hat in der Verwaltung nicht viele Freunde, offenbar weil sie in der Umsetzung langwieriger und beim ersten Hinschauen vielleicht auch etwas teurer ist. Die TBL neigt offenbar auch der Gewässeraufweitung zu. Sie muss sich hierfür aber sehr nach der Decke strecken, denn es werden sogar Argumente des Naturschutzes (!) dafür bemüht, die Allee am Wiembach zu roden und die Altlast weiter oben liegenzulassen. Frei nach dem Motto: Wir bekommen glückliche Fischlein im renaturierten Wiembach und brauchen die Natur nicht anzutasten, die sich so schön ungestört auf der Altlast entwickeln konnte.

Es bleibt sehr zu hoffen, dass die mit der Entscheidung über den Hochwasserschutz befassten Gremien (Bezirksvertretung, Umweltausschuss, Rat) die Argumente der Stadt und ihrer Experten auch weiterhin kritisch würdigen und dafür sorgen, dass bei diesem wichtigen Thema nachhaltigen Lösungen der Vorzug vor Schnellschüssen gegeben wird. Ansonsten bleiben selbstgesteckte Ziele der Stadt wie Klimaresilienz oder Nachhaltigkeit nichts als leere Worthülsen. Völlig unverständlich aber ist, warum ausgerechnet die Grünen, die selbst ernannten Vorreiter in Sachen Umweltschutz, sich zu der Thematik bis heute weitestgehend bedeckt halten.